Tagespflege Göttingen meets Hundertwasser

Im Rahmen unseres kunsttherapeutischen Angebots ließen wir uns von dem Maler Friedensreich Hundertwasser inspirieren. Zum Einstieg beschäftigten wir uns noch mit Vorlagen einiger seiner Gemälde. Von denen haben wir uns allerdings schneller gelöst, als wir zuvor dachten. Mit selbständig ausgewählten Acrylfarben und Pinseln brachten wir unsere eigenen Interpretationen und Ideen auf Papier. Während des Malvorgangs trat die Umwelt aus unserem Fokus. Alle waren in ihrem kreativen Prozess vertieft. So entstanden ganz persönliche Kunstwerke, auf die wir sehr stolz sind. Zum Abschied aus der Tagespflege bekam eine Dame, die dreizehn Jahre nahezu jeden Tag zu uns kam, ihr Bild in einem passenden Rahmen geschenkt. Es hängt jetzt eindrucksvoll dekorativ in ihrem stationären Zimmer. Unser nächstes Kunstprojekt hat bereits begonnen. Wir werden gerne berichten.

Sommerfest 2022 mit Bruce Kapusta

Nach langer Pause wurde endlich wieder in Jüchen Sommerfest gefeiert. Bei Spanferkel, Waffel, Popcorn und Zuckerwatte genießten die Bewohner Angehörige und Mitarbeiter bei schönem Wetter das Sommerfest. Nachdem das Sommerfest eröffnet wurde führten die Bewohner des Hauses ihren lang einstudierten “Rolatorentanz” auf. Danach gaben sie das Zepter ab an den Kindergarten die die Bewohner mit gebasteltem überraschten und ein Lied sangen.
Eine Kindertanzgruppe heizte die Stimmung an für den Auftritt von Bruce Kapusta, der das Sommerfest mit seinem Auftritt abrundete.

o`zapft is …

…am Oktoberfest in unserem Café-Restaurant “Vier Jahreszeiten” in Herten.
Frei nach dem Motto: “und dann die Hände zum Himmel”
wurde ausgelassen gesungen, geklatscht, geschunkelt und geschwoft…

Gesundheitstag 2022 in Waldalgesheim

Ein fester Programmpunkt in jedem Kalenderjahr ist der Gesundheitstag für Mitarbeitende – ob Power-FOOD vom Küchenteam um Niklas Hippel und Bianca Hartmann, Massage durch die Angehörige Susanne Pitruzella, E-Bike Probefahren mit Rädern von “E-motion” Wiesbaden, eins der zahlreichen Angebote der AOK RLP, z.B.  ThaiChi, Cardio-Test, Rücken-Power… . Für jede(n) war was dabei. Claudia Schaadt aus dem Team Hauswirtschaft lacht am Ende des Tages und freut sich schon auf nächstes Jahr “Ich will wieder alles ausprobieren…”

Bratkartoffeln gehen immer

Wenn es auf dem Wohnbereich schon am Nachmittag gut duftet und
keiner wirklich weiß wieso, ist die Überraschung umso größer wenn
helfende Hände einen riesen Berg Kartoffeln schälen, um für das
Abendessen Bratkartoffeln mit dicken Bohnen zu kochen.
Selbst bei Bewohnern die nicht gerne ihr Zimmer verlassen,
aktiviert alleine schon der Duft verschiedene Sinne eines
Menschen. Da braucht die Betreuung nicht einladen in die Küche zu
kommen, weil die Türen der Zimmer öffnen sich von alleine und der
Weg in die Küche ist schnell gefunden zum gemeinsam Essen.

Am Ende des Regenbogens…

Im Regen sind wir Freitags in Richtung „ Lecker Essen“ zum
Forsthaus Weiden gefahren. Weil mal wieder zuvor die Absprachen
mit den Kollegen super funktioniert hat und diese unsere 2 Busse
schon vorbereitet haben, konnten wir wie gut organisiert und
trocken in die Crafter einsteigen. Mit vier Rollstuhlfahrern und
den Fußgängern sind wir mit 15 Personen dem Regenbogen gefolgt und
durften am Ende des Bogens gutes Essen genießen. Nächstes Ziel ist
dann chinesisches Essen. Wir freuen uns jetzt schon darauf!

Lasst uns das Tanzbein schwingen

Für den 03.09.2022 haben wir eine Einladung vom Demenz-Netzwerk in
Aachen erhalten zum Tanzcafé für Menschen mit und ohne Demenz.
Angekommen in den Räumen der Aachener Tanzschule „TSC Schwarz Gelb
Aachen“ wurden wir in vollen Zügen verwöhnt. Die Tische waren
reichlich mit Kaffee und Kuchen gedeckt. Für das
Unterhaltungsprogramm sorgte eine „Line Dance Gruppe“ , die die
gesamten Gäste zum mitmachen aufforderte. Herrlich anzusehen was
Musik bewirken kann. Zum Ende hin gab es noch für jeden Besucher
ein Los und die Preise waren vielfältig. Dankeschön an die
Organisatoren!

Herz und Hilfsbereitschaft: Gäste der Tagespflege Lindlar übergeben Spende an Kinderhospiz

„Machen wir´s den Schwalben nach, ziehen wir in den Süd…“
Singend marschiert eine kleine Schar Senioren die Anhöhe zum Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe herauf. Im Gepäck – neben der guten Laune – ein Ballon mit Spendengeldern und eine Wagenladung Kuscheltiere. Gute Laune an einem Ort, wo sich Familien mit dem viel zu frühen Tod eines Kindes auseinandersetzen müssen? Ja!
Die carpe diem Truppe hat genau den richtigen Ton getroffen. Denn an diesem Ort, an dem Familien einfach mal Familien sein können, ohne sich selbst um die Pflege kümmern zu müssen, geht es genau darum: um Lebensfreude! Und darum, dem Schicksal noch
schöne Tage abzuringen, tröstende Erinnerungen zu schaffen und einfach einmal durchzuatmen. Es geht auch um Spiel und Spaß. Das wird deutlich, als vor der Einrichtung ein Clown (!) durch eine kleine Pforte heraustritt, die zu einem verborgenen Garten führt.
Hier genießen gerade kleine Gäste mit ihren Angehörigen die Sonne. Hospiz-Clown Micha setzt sich einen Moment zu den Besuchern und erobert deren Herzen im Nu. Natürlich stimmt er gleich mit ein, als die singfreudige carpe diem Kohorte das nächste Gute-Laune-Lied anstimmt: „Lustig ist das Zigeunerleben…“ Das ruft Mitarbeiterin Rebecca Kranz auf den Plan, die den „Chor“ herzlich begrüßt und in die Einrichtung einlädt. Hier gibt es Kaffee, einen Info-Film und Antworten auf viele Fragen. Tief bewegt erfahren die Besucher*innen wie wichtig ihre Spende wirklich ist, denn die Einrichtung finanziert sich zu 50 Prozent aus Spendengeldern! Nur
so kann sie Familien bereits ab dem ersten Tag der erschütternden Diagnosen zur Seite stehen – bis zuletzt. Hier finden sie eine Oase der Ruhe, wo alle Familienmitglieder gleichermaßen aufgefangen und betreut werden; neben den Gästen auch die Eltern und Geschwister,
die im Alltag viel zu oft hintanstehen müssen. „Nur durch Spenden können wir wichtige Angebote vorhalten, die über die Pflege hinausgehen“, betont Kranz und meint
damit z.B. Therapiehunde, Clowns oder die Unterkunft für Geschwister und Eltern der kleinen und größeren schwerkranken Gäste. Dann stellt sie Gegenfragen und erfährt, dass im Rahmen des Herbstfestes im Senioren-Park carpe diem Lindlar ein Spendenschwein aufgestellt wurde. Am Ende des Tages kamen so 300 Euro zusammen „Eigentlich hasse ich es zu basteln“, erzählt Peter „Piet“ Pefferkoven, „aber das Spendenschweinchen habe ich gerne gebastelt.“ Er kommt
mittlerweile an drei Tagen in der Woche in die Tagespflege carpe diem und freut sich: „Hier bin ich ein anderer Mensch geworden.“ Das können Andrea Thören, Leitung der Tagespflege, und Kollegin Brigitte Balzereit nur bestätigen: „Durch seine Parkinson-Erkrankung vereinsamte er zuhause. Bei uns blüht er gerade zu auf und auch seine Sprache ist wieder verständlich.“
Gitte Simon ist ebenfalls an Parkinson erkrankt und steht Piet auch dadurch sehr nahe. Sie wohnt mit ihrer Tochter im Betreuten Wohnen des Senioren-Parks carpe diem Lindlar: „eine tolle Wohnung mit herrlicher Aussicht!“ Sie genießt die Abwechslung und die Angebote der Tagespflege sehr und dass die Tagesgäste nun ihrerseits mit der Spendensammlung Familien in Not helfen können, schweißt die Gemeinschaft noch enger zusammen. Auch in Zukunft wollen sie helfen: „Ich bin Präsident des Männerchores und die Spenden unseres 20-jährigen Jubiläums gehen hierhin“, verspricht Piet Pefferkoven und deutet entschlossen auf die einladende Einrichtung mit der schönen Aussicht auf Olpe. Die Spender selbst gehen auch nicht
mit leeren Händen: Rebecca Kranz überreicht ihnen als Dankeschön jeweils ein kleines Schaf,
über das sich besonders Luise Stefer freut. Sein Name? Natürlich: Balthasar.

Kunst und Kultur in der Tagespflege Göttingen

Kunst und Kultur erleben wir in der Tagespflege nicht nur bei unseren Ausflügen. Besonders beliebt sind auch die monatlich stattfindenden Kunstvorträge und Fotoschauen. Mit Hilfe von Notebook, Beamer, Leinwand und Bildern widmen wir uns ausführlich einem ganz bestimmten Thema. Die Inhalte sind dabei vielseitig und erstrecken sich über mehrere Jahrhunderte. Es ging zum Beispiel bereits um Queen Elizabeth I, um Sissi, die Mona Lisa, das Bernsteinzimmer, Höhlenmalerei, den Winter in der Kunst, Bauwerke der alten Römer, die Kunst der Griechen, die Seychellen, Amerika oder wie in diesem Monat um Pieter Bruegels d. Ä. Gemälde „Die Kinderspiele“. Im nächsten Monat soll es auf Wunsch der Tagesgäste über das Krankenbild „Demenz“ gehen. Trocken und Langweilig sind die Vorträge nie. Es werden Fragen gestellt, Ideen geäußert, Kommentare abgegeben und Gefühle ausgedrückt.
Unsere Fotoschauen finden am Nachmittag statt und dienen mehr der Entspannung und des Müßiggangs. Sie sind eine schöne Abwechslung, um den Tag in der Tagespflege zu beenden. Hier soll gestaunt und gewundert werden. Bisher schauten wir zum Beispiel Fotos zu den Themen Weltrekorde, skurrile Pflanzen, Bäume, Wolken, süße Tiere oder Berlin an.