Der Heimbeirat informiert

Mitte Dezember geht ein Jahr in die letzten Wochen, das viele in besonderer Erinnerung halten, andere wiederrum ganz schnell aus Ihren Erinnerungen streichen werden.

Für uns als Senioren- Park startete 2020 mit 5 Prüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen bzw. der Abteilung Qualitätsprüfung des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen bis Ende Februar. Zusätzlich im Februar besuchte uns das Landratsamt Meißen, Bereich Hygiene in Zusammenarbeit mit der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen. Ein Schwerpunkt dieser Prüfung war die Kontrolle der Umsetzung von Hygienestandards. Die beste Vorbereitung für das darauf folgende Corona- Jahr. Anfang März kam zusätzlich der zuständige Mitarbeiter (im Beamtendeutsch: Aufsichtsperson) der Berufsgenossenschaft für Wohlfahrtspflege in das Haus. Bereits Anfang März hatten wir schon 7 (sieben) offizielle Prüfungen erfolgreich bestanden.

Die wahre Prüfung startete im März und hält bis jetzt an. Es war ein dreiviertel Jahr im Ausnahmezustand für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter. Der Ausnahmezustand betraf den privaten Bereich (Kinderbetreuung, eigene Infektionen bzw. im sozialen Umfeld) und den professionellen hier im Senioren- Park. Nach bestem Wissen und Gewissen und mit Erfahrungen aus früheren Infektionsgeschehen, im Umfeld sich häufig ändernder (manchmal sich widersprechender) rechtlicher Vorgaben, in Zusammenarbeit mit einem nach außen überfordert wirkendem Gesundheitsamt verfolgten wir das Ziel, einen frühzeitig und umfassenden Eintrag des neuartigen Corona Virus im Haus auf der Dresdner Straße, in die Tagespflegen und für die Kunden*innen des Ambulanten Dienstes und der Mieter*innen des Betreuten Wohnens zu verhindern. Bis Mitte Dezember ist uns das, mit der Ausnahme in Radebeul, gelungen! Die Grundlage dafür gab das Wissen und das Engagement der hier Arbeitenden, die Kooperationsbereitschaft der meisten Kund*innen und ihrer Angehörigen,  und zu guter Letzt auch eine gehörige Portion Glück. In Radebeul fehlte uns dieses Glück und so kämpfen jetzt Kunden und Mitarbeiter*innen darum, die Folgen der Infektion auszukurieren.

Seit über einem Jahr haben wir die Erhöhung der Heimentgelte angekündigt. Jetzt war es soweit und eine neue Pflegesatzvereinbarung nach §§ 84, 85 SGB XI wurde mit der AOK PLUS und dem Verband der Ersatzkassen abgeschlossen. Es war für uns eine deutliche, in dieser Höhe nicht erwartete Anhebung. Es gab Bewohner*innen und Angehörige/ rechtliche Vertreter die Gesprächsbedarf hatten. Diesem Bedarf stellten wir uns. Das Hauptargument für den Abschluss in dieser Höhe war die Notwendigkeit, die Gehälter unserer Mitarbeiter*innen anzuheben. Und das machen wir jetzt. Im Frühjahr wurde in einigen Städten für die Arbeit der Pflegekräfte, der Postboten und Müllfahrer geklatscht. Jetzt bekommen unsere Kolleg*innen auch etwas zusätzlich in die Hände und das ist notwendig und gerecht!

Für die kommenden Tage und Woche wünschen wir Ihnen und uns viel Glück und Geduld verbunden mit der Hoffnung, dass wir uns gesund wieder sehen.