Archiv der Kategorie: Bad Driburg

Reha Sport für Senioren – einzigartiges Projekt im Kreis Höxter

Bewegung und Sport sind gut für Körper, Geist und Seele. In diesem Sinne bewegt die BSG (Bewegung-Sport-Gesundheit) Bad Driburg e.V. seit 1962 im Bereich des Reha-Sports in insgesamt 29 Sportgruppen mit unterschiedlicher Ausrichtung Bad Driburger Bürger.

Jüngstes Projekt ist nun die Kooperation mit dem Senioren-Park carpe diem GmbH in Bad Driburg. Ursprung dieser Kooperation ist die Initiative des Landessportbundes mit dem Titel „Vereine in die Einrichtungen“. Somit vermittelte der KSB (Kreissportbund) Höxter diese Zusammenarbeit. Insgesamt konnten derzeit drei Gruppen gegründet werden in denen Bewohner, Mieter und Kunden der Einrichtung Reha-Sport betreiben. Zwei Gruppen haben eine orthopädische Ausrichtung und eine Gruppe richtet sich an Menschen mit Demenz.

„Dieses Angebot ist im Kreis Höxter einzigartig. So freuen wir uns, das der Senioren-Park carpe diem dieses Angebot installiert hat“, so Naomi Schwenkner vom KSB Kreis Höxter.

Ziel dieses Angebotes ist die Aktivierung und der möglichst lange Erhalt der Mobilität. Denn eine starke Muskulatur kann einer fortschreitenden Pflegebedürftigkeit vorbeugen und erhöht die Lebensqualität. „Neben den gesundheitlichen Aspekten darf der Spaß und die Freude an Bewegung und Gemeinschaft nicht fehlen und ist ein wichtiger Bestandteil im ganzheitlichen Konzept des Reha-Sports!“ sagt die Übungsleiterin Frau Ulrike Zengerling.

Finanziert wird dieses Angebot über die Reha-Sport-Verordnung, die vom Hausarzt ausgegeben und von der Krankenkasse genehmigt wird. So erfüllt man dem gesetzlich vorgegebenen Maßstab „Reha vor Pflege“.

„Um möglichst viele Senioren zu erreichen, fördern wir gern dieses so genannte „pantoffelnahe“ Angebot. So bleibt den Teilnehmern der oft unüberwindbare Weg zur Sporthalle erspart“, so Herr Heinrich Dierkes vom BSG Bad Driburg.

Fit zurück in den Pflegeberuf – Auffrischung für Berufsrückkehrende

Kreis Höxter/Paderborn. Der Qualifizierungskurs „Fit zurück in den Pflegeberuf“ soll Pflegefachkräften helfen, nach einer Familienphase wieder den Sprung in ihren Beruf zu schaffen und so dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken.

Pflegefachkräfte, die ihre berufliche Tätigkeit aufgrund von familiären Anforderungen unterbrochen haben und zurück in den Beruf wollen, stehen oft vor großen Herausforderungen: Welche fachlichen und technischen Weiterentwicklungen gibt es? Welche rechtlichen Neuerungen sind zu beachten? Sind die Arbeitszeiten mit meinen familiären Anforderungen vereinbar? Diese Aspekte lassen die Hürden des beruflichen Wiedereinstiegs sehr hoch erscheinen.

Die Idee zu diesem Auffrischungskurs ist im „Netzwerk Pflege im Kreis Höxter“ entstanden. Hier sind alle an der Pflege beteiligten Einrichtungen und Vereine wie Krankenhäuser, Seniorenheime, ambulante Pflegedienste, Tagespflegen, Betreute Wohneinheiten, Reha Kliniken, Betreuungsvereine, Beratungsstellen, Seniorenräte und das Palliativnetzwerk zusammengeschlossen, um das Thema „Pflege“ im Kreis Höxter weiterzuentwickeln.  Gemeinsam mit dem Bildungszentrum Weser Egge in Brakel und der Unterstützung der Agentur für Arbeit Höxter, dem Jobcenter Höxter und dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL hat das Netzwerk Pflege „Fit zurück in den Pflegeberuf“ entwickelt.

Angesprochen sind examinierte Pflegefachkräfte (Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege oder Kinderkrankenpflege) jeden Alters, die sich den Wiedereinstieg in die stationäre oder ambulante Kranken- und Altenpflege vorstellen können.

Das Angebot frischt das Fachwissen auf. Theoretische und praktische Lehreinheiten werden mit individueller Begleitung kombiniert.

Der Kurs umfasst zunächst eine zweiwöchige Theoriephase, in der das fachliche Wissen zu familienfreundlichen Zeiten aufgefrischt und an die aktuellen pflegefachlichen Entwicklungen angepasst wird. Hier gelten familiefreundliche Zeiten von 8.00 Uhr bis 13.30 Uhr.

Im Anschluss sollen die Inhalte im Rahmen individuell vereinbarter Kurzpraktika in die Praxis umgesetzt und vertieft werden. Hier stehen alle Einrichtungen, die Mitglied im Netzwerk Pflege im Kreis Höxter sind, zur Verfügung.

Ein weiterer Theorieblock von einer Woche soll das theoretisch erworbene Wissen mit der Praxis zusammenbringen und entstandene Fragen klären.

Sowohl bei den Praktika als auch bei einer anschließenden Anstellung sind familienfreundliche Arbeitszeiten möglich, um dem Spagat zwischen Familie und Beruf zu begegnen.

Der erste Kurs findet im November statt. Eine erste Infoveranstaltung, in der auch Fördermöglichkeiten besprochen werden, gibt es am 17. Mai um 15 Uhr im Bildungszentrum Weser/Egge, Danziger Str. 17 in Brakel. Für Rückfragen steht gerne zur Verfügung Frau Stefanie Schoppe, Bildungszentrum Weser Egge Brakel Tel.05272-6071901 oder Email aps-info@khwe.de

Hanke, Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWl, U. Roxlau, Senioren-Park carpe diem

Aktiver Mittagstisch in Bad Driburg

Ein schmackhaftes und gesundes Mittagessen in Gemeinschaft – das ist die Idee des Projektes, der Deutschen Initiative für gesunde Ernährung IN FORM und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation e.V. BAGSO.

Das Café-Restaurant „Vier Jahreszeiten“ im Senioren-Park carpe diem konnte dieses Ansinnen
sehr gut nachvollziehen und beteiligte sich daher an dem Projekt „IN FORM Mittagstisch“.
Ziel sollte es sein, langfristig ein neues Angebot für Senioren zu installieren.
Studien haben ergeben, das ältere Menschen, die allein zu Hause leben sich nicht ausgewogen
ernähren. Hat man für die Familie noch gekocht, so kocht man sich, für sich allein, kein
Mittagessen mehr. Da der Appetit im Alter ohnehin nachlässt, bleibt es häufig bei einfachen
und schnellen Gerichten. Wobei bereits der Einkauf hierfür eine Herausforderung für den ein
oder anderen darstellen kann. Außerdem ist es den Organisatoren wichtig, auch den Aspekt
der Einsamkeit von allein lebenden Senioren im Blick zu behalten. „Das Erleben von
Gemeinschaft ist uns ein wichtiges Anliegen bei diesem Angebot des Mittagstisches“, erklärt
Frau Ulrike Roxlau, Einrichtungsleiterin Senioren-Park carpe diem.

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Daher ging es nicht nur allein um das Essen sondern die Teilnehmer hatten vor dem Essen das
Angebot eines Gedächtnistrainings und im Anschluss an das schmackhafte Essen wurde eine
Sitzgymnastik durchgeführt. Beide Angebote fördern den Geist und das Gemeinschaftserleben
und so verlebten alle Teilnehmer abwechslungsreiche und schöne Stunden. Selbstverständlich
war auch der Transfer von der Wohnung zum Café-Restaurant „Vier Jahreszeiten“ organisiert.
Das 3-Gänge-Menu wurde von den Senioren sehr genossen. So freute man sich über eine
schmackhafte Tomatencremesuppe zur Vorspeise, einen Rheinischen Sauerbraten mit
Kartoffelklößen und Rotkohl beim Hauptgang und zur Nachspeise eine Bayrische Creme mit
frischem Erdbeermus.

Diese einmalig Aktion war, dank der Förderung durch die BAGSO, kostenfrei für die Teilnehmer.
Motiviert durch den großen Zuspruch plant der Senioren-Park mit dem Café-Restaurant „Vier
Jahreszeiten“ ab Januar 2017 einmal monatlich einen gemeinsamen Mittagstisch anzubieten.
Genaue Konditionen werden noch bekannt gegeben.

Nutze den Tag

Mitteilungsblatt Bad Driburg I 19.05.2016

Mit der „carpe diem-Aktionskarte“ fit und ausgeglichen durch den Alltag

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Für die „carpe diem-Aktionskarte“ hat das Team des Senioren-Parks wieder viele Partner in Bad Driburg gewinnen können. In diesen Tagen startet das Projekt bereits zum dritten Mal.

Bad Driburg. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senioren-Parks „carpe diem“ in Bad Driburg beginnt wieder eine abwechslungsreiche Zeit. In diesen Tagen startet zum dritten Mal die „carpe diem-Aktionskarte“ und der Ausspruch „Nutze den Tag“ bekommt dadurch eine ganz neue Bedeutung. „Beschäftigte in der Pflege und allen dazugehörigen Abteilungen arbeiten unter größter physischer und psychischer Belastung. Ein Ausgleich ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden daher ganz besonders wichtig“, weiß Einrichtungsleiterin Ulrike Roxlau. Um den Mitarbeitern des Senioren-Parks Impulse für einen Ausgleich zum Beruf zu geben, entwickelten die Mitglieder des Qualitätszirkels Betriebliches Gesundheitswesen, bestehend aus Ulrike Roxlau, Petra Güldner (Hauswirtschaftsleitung), Ulrike Zengerling (Verwaltung) und Ergotherapeutin Denise Böckmann, die Aktionskarte.

Der Aktionszeitraum startet mit einem Vortrag von Dr. Harald Stübs zum Thema „Stressbewältigung und ethische Aspekte in der Pflege“. In den darauffolgenden Wochen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, in den Bereichen Aktion, Entspannung und Ernährung die unterschiedlichsten Angebote zu nutzten. „Ein solches Projekt kann eine Einrichtung mit rund 120 Mitarbeitern natürlich nicht alleine stemmen. Daher sind wir froh und dankbar, erneut die Kompetenzen und Ressourcen verschiedener Bad Driburger Unternehmen bündeln zu dürfen“, betont Ulrike Roxlau.

„So beteiligen sich nun bereits im dritten Jahr die Driburg Therme, die Salzgrotte und die AOK Nord-West an der Aktionskarte“, freut sich die Einrichtungsleiterin. In der Driburg Therme kann unter anderem die Dreamwater-Lounge zu besonderen Konditionen genutzt werden und die Salzgrotte lädt zu einem entspannenden „Tag am Meer“ ein. Die AOK unterstützt die Angebote der Aktionskarte mit zwei Vorträgen zur psychischen Gesundheit, unter anderem in Zusammenhang mit dem Präventionsprojekt „Sucht hat immer eine Geschichte“. In einem Seminar mit Wassersommelier Antje Mergard lernen die Teilnehmer alles über Mineralwasser und lernen dabei auch die Bad Driburger Naturparkquellen kennen. „Gesund und lecker“ kocht Küchenchef Michael Helms mit den Mitarbeitern des carpe diem. Dabei wird besonders viel Wert auf eine schnelle und einfache Zubereitung der gesunden Gerichte gelegt.

Die City-Apotheke beteiligt sich in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal an der Aktion mit einem Vortrag von Inge Spitzer unter der Überschrift „Stress verbraucht Reserven“, der eine ausgleichende Ernährung thematisiert. Höhepunkte im Bereich „Aktivität“ sind ein Line-Dance-Schnupperkurs mit Georg Rose sowie eine Wanderung, bei der die Teilnehmer von Carmen Bickmann durch den Gräflichen Park geführt werden. Aber auch eigene Ressourcen nutzt der Seniorenpark. So bietet die Verwaltungsfachkraft und Reha-Sport Übungsleiterin Ulrike Zengerling an zwei Terminen „Drums Alive“ an. Betreuungskraft Heike Willmann lädt zur Klangschalenentspannung ein.

Der Aktionszeitraum endet mit dem Sommerfest, dann wird unter allen Teilnehmern ein attraktiver Preis verlost. „Die Teilnahme lohnt sich also doppelt“, sagt Ulrike Roxlau. Betriebliches Gesundheitsmanagement gewinne angesichts des Fachkräftemangels und der Anhebung des Renteneintrittsalters zunehmend an Bedeutung. „Dies sind aber nicht die einzigen Aspekte, die uns zur Entwicklung der Aktionskarte bewogen haben. Wir können unseren engagierten Mitarbeitern damit auch etwas zurückgeben und hoffen, dass alle viel Spaß und Freude daran haben“, betont die Einrichtungsleiterin. (SR)

Hauswirtschaft – ein unterschätzter Beruf

Neue Westfälische I 28.01.2016 von Josef Köhne

In der Hauswirtschaft sind Multitalente gefragt.

Ausbildung: Landwirtschaftskammer, Agentur für Arbeit und Landfrauenverbände ziehen mit Ausbildungsbetrieben an einem Strang. Das Ziel ist die Zusammenführung von Ausbildenden und Azubis

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Foto: VIELSEITIG: ANERKENNUNG FINDET DIE ARBEIT DER AUSZUBILDENDEN
ANITA UND CHRISTINE WEDEL (V. L.) BEI ULRIKE ROXLAU, PETRA GÜLDNER,
MARTIN IRGANG, GUDRUN SCHÄFER, MELANIE WAGNER-THÜS, MARIANNE SCHRÖDER,
KORNELIA WEGENER UND GABRIELE BECKMANN. | © JOSEF KÖHNE

Bad Driburg. Mit Vertretern der Landwirtschaftskammer Brakel, der Landfrauenverbände Paderborn-Büren und Höxter, der Agentur für Arbeit Höxter-Warburg sowie der Einrichtungsleitung des Seniorenparks Carpe diem werben die Auszubildenden Anita und Christiane Wedel für den ihrer Meinung nach viel zu wenig bekannten Ausbildungsberuf Hauswirtschaft.

Ihren Ausführungen zufolge ist dieser Beruf so vielseitig, dass er sich, mit der Musik verglichen, als Sinfonieorchester darstellen lasse, in dem der Musiker nahezu alle Instrumente perfekt beherrscht, und bei Bedarf als Solist oder Dirigent agieren kann.

Umso bedauerlicher finden die Vertreter der Landwirtschaftskammer und der Landfrauenverbände, dass sich immer weniger junge Menschen für diesen Beruf interessieren. „In NRW sind die Ausbildungszahlen von 800 im Jahr 2009 auf 488 in 2014 gesunken“, zeigt Kammervertreter Martin Irgang einen Trend auf, der sich nach Auffassung der Landfrauenverbände und der Agentur für Arbeit kontinuierlich fortsetzt. Bedauerlich sei, dass der Beruf immer noch unterbewertet werde, erklärt Ulrike Roxlau. Als Einrichtungsleiterin des Seniorenparks Carpe diem machte sie die Erfahrung, dass beispielsweise Lehrer in den Realschulen ihre Schüler für überqualifiziert hielten.

„Wir haben mittlerweile viele Menschen mit Behinderungen oder von Förderschulen in Teilbereichen der Hauswirtschaft eingesetzt“, erklärt Roxlau, „das darf jedoch nicht das insgesamt anspruchsvolle Berufsbild verzerren und abqualifizieren.“

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Foto: ALLES IM BLICK: CHRISTINE (L.) UND ANITA WEDEL SIND FLEXIBEL, EINSATZFREUDIG
UND KUNDENORIENTIERT. KAUM HAT MARIANNE SCHRÖDER DIE TASSE IN DER HAND,
STEHEN SIE MIT DER KAFFEEKANNE AN IHRER SEITE. | © JOSEF KÖHNE

Für die Ausbildungsberaterin der Landwirtschaftskammer, Marianne Schröder, werde dieser Beruf in der heutigen Gesellschaft immer interessanter und sei mit dem des Hausmädchens früherer Zeiten nicht zu vergleichen. „Kindertagesstätten, Schulen, Senioreneinrichtungen: Sie alle kommen ohne qualifizierte Hauswirtschafterinnen nicht mehr aus“, macht sie den zunehmenden Bedarf deutlich.

Arbeitgeber seien heute unter anderem Wohngruppen für Jugendliche, Wohnheime für Menschen mit Handicap, Krankenhäuser, Seniorenheime, Gastronomiebetriebe, Kureinrichtungen, Urlaubshöfe und Cateringunternehmen. Um die Ausbildung in diesem Beruf zu schaffen, reiche ihrer Meinung nach ein ordentlicher Hauptschulabschluss aus. „Wichtig sind Flexibilität und Einsatzbereitschaft“, meint Schröder. Sie gibt aber auch zu bedenken, dass mathematische Grundkenntnisse und ein Grundwissen in Chemie, Hygiene und kaufmännischem Denken vorhanden sein sollten.

Die Aufstiegschancen bewertete die Ausbildungsberaterin als sehr gut: „Möglich sind der Meister in der Hauswirtschaft, der Bachelor of Science und der Master of Science.“ Um den Schulabgängern aller Schultypen den Beruf näher zu bringen, wollen die ausbildenden Betriebe, die Agentur für Arbeit und die für die Berufsausbildung zuständige Landwirtschaftskammer in Zukunft noch näher zusammenarbeiten.

Alle Beteiligten begrüßen den von Ulrike Roxlau für den 26. Februar angekündigte „Challenge Tag“. An ihm sollen alle umliegenden Schulen von 9 Uhr bis 13 Uhr das gesamte Aufgabengebiet einer Hauswirtschafterin oder eines Hauswirtschafters der Senioreneinrichtung kennenlernen können. Interessenten bekommen Auskunft unter Tel. (0 52 53) 4 04 70.

Aktiver Alltag in der Tagespflege carpe diem Bad Driburg

Mitteilungsblatt Bad Driburg I 21.01.2016

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Foto: Pflegedienstleiter Herr Outsios beim Bingospiel mit Tagespflegegästen

Die Tagespflege bietet Senioren die Möglichkeit ihren Alltag, an einem oder bis zu fünf Besuchstagen in der Woche, mit anderen Senioren zu verbringen.

Jeden Morgen begrüßen der Pflegedienstleiter Herr Ioannis Outsios und sein Team ab 8 Uhr die Gäste. Die Senioren werden auf Wunsch bequem von zu Hause durch den hauseigenen Fahrer abgeholt oder durch Angehörige gebracht. Auch Gäste, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können die Tagespflege besuchen.

Die Gäste der Tagespflege haben unterschiedliche Bedürfnisse und pflegerische Ansprüche. Sie wollen noch zu Hause leben, wünschen sich aber etwas Hilfe und Kontakt zu anderen Menschen. Die Tagespflege bietet diesbezüglich eine gute Unterstützung für die Senioren sowie eine Entlastung ihrer pflegenden Angehörigen an.

Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück in der Wohnküche. Hier wird viel gemeinsam gelacht und Erinnerungen werden ausgetauscht. Zum Ende des Frühstücks darf das gemeinsame Zeitungslesen natürlich nicht fehlen.

Das Ziel ist es, die Gäste zu motivieren, gemeinsam einen aktiven Alltag zu gestalten, um ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Dazu bietet die Tagespflege viele Anregungen: Bewegungsübungen, Gedächtnis- und Gesellschaftsspiele, kreative Basteleien, gemeinsames Backen/Kochen sowie regelmäßige Spaziergänge zum Wochenmarkt und in den Gräflichen Park. Dies gehört ebenso zum Alltag wie das gemeinsame Mittagessen, welches die hauseigene Küche frisch kocht, eine Ruhezeit und das Kaffeetrinken mit selbst gebackenem Kuchen.

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Foto: Josef Flore bei dem Bau eines Vogelhauses

Um sich einen kleinen persönlichen Eindruck vom Angebot der Tagespflege zu verschaffen, kann jederzeit ein kostenloser Probetag mit Herrn Outsios, Tel.: 05253/4047-532, vereinbart werden.

Dort erfahren Sie auch, dass Sie für den Besuch in der Tagespflege einen Anspruch auf den kompletten Pflegesatz, der Ihnen für die ambulante Versorgung im Rahmen Ihrer bestehenden Pflegestufe der Pflegekasse gezahlt wird, zusätzlich zusteht. Darüber hinaus können weitere Zuschüsse generiert werden, so dass Sie u.U. ohne Privatleistungen dieses Angebot in Anspruch nehmen können.

„Der Gesetzgeber sieht die Tagespflege als eine gute Ergänzung zur ambulanten Pflege und eine mögliche Alternative zum Pflegeheim. Daher wird diese Versorgungsform stark gefördert“, erklärt Ulrike Roxlau, Einrichtungsleiterin des Senioren-Parks carpe diem.

Tagespflege im Senioren-Park carpe diem, Caspar-Heinrich-Str. 14-16, 33014 Bad Driburg

100 Jahre bewegtes Leben

Neue Westfälische I 22.09.2015

Jubilarin: Erika Bertin feiert ihren runden Geburtstag.
Sie erfreut sich an vielen Erinnerungen.

Bad Driburg (nw). Sie wur­de in schwerer Zeit – mitten im Ersten Weltkrieg geboren:
Erika Bertin. Gestern feierte sie im Kreis ihrer Familie sowie mit den Bewohnern
und Mit­arbeitern des Senioren-Parks „carpe diem“ in Bad Driburg ihren 100. Geburtstag.

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Viele Schicksalsschläge:
Erika Bertin. FOTO: PRIVAT

Erika Bertin kam am 21. September in West-Berlin als drittes Kind einer Geschäftsfamilie zur Welt. Der Vater war Tischlermeister und die Fa­milie besaß ein Möbelgeschäft. Sie verbrachte ihre Kindheit mit ihrem älteren Bruder und ihrer älteren Schwester in Berlin und besuchte eine Mittelschule. Ihre Mutter stammte aus einer Großfamilie mit 13 Kindern. Drei der Kinder arbeiteten in einem Zirkus als Akrobaten. Auch Erika Bertin half immer gerne im Zirkus mit.

Nach ihrem Schulabschluss lernte sie Verkäuferin und arbeitete in einer Konditorei als ,,kalte Mamsell“. 1939 heiratete sie einen bayrischen Berufssoldaten, der in München stationiert war, zog zu ihm nach München und gebar dort ihren Sohn Gustel im April 1942. Leider verstarb ihr Mann im Mai 1946 durch Kriegseinwirkungen. Ende 1948 lernte sie den Franzosen Paul Bertin kennen und heiratete ihn. Im Jahr 1950 zog sie dann mit ihrem zweiten Ehemann und ihrem Sohn zurück zu ihrer Familie nach Berlin und betrieb neben dem familiären Möbelgeschäft einen Süßwarenladen.

Nach dem Tod von Paul 1957 und dem Tod ihrer Mutter 1963 zog in die Nähe ihrer Geschwister, die in Polle (Holzminden) wohn­ten. Sie kaufte eine kleine Eigentumswohnung in Höxter und reiste viel um die Welt. Unter anderem bereiste sie Amerika, Hawaii, Casablanca, Marokko und unternahm Schiffsreisen zum Beispiel zum Mittelmeer oder zum Polar­kreis. 1989 zog sie schließlich nach Bad Driburg und wohnt seit April 2015 im Senioren-­Park carpe diem in Bad Driburg.

Erika Bertin hat mittlerwei­le zwei Enkel (wohnhaft in Johannisburg und Hong Kong) und zwei Urenkel im Alter von fünf Jahren und einem Jahr. Ihr Sohn lebt zusammen mit seiner Frau in Bad Wörishofen im Unterallgäu. Die Jubilarin erzählt immer wieder gerne von ihrem ereignisreichen und schönem Leben. ,,Ich bin stolz auf mein Leben und erfreue mich an meinen schönen Erinnerungen“, sagt Bertin. An ihrem gestrigen Ehrentag gratulierten zahlreiche Gäste im Cafe-Restaurant „Vier Jahreszeiten“.

Älteste Mitarbeiterin im „carpe diem“

Bad Driburg Kurier 09.09.2015 I Nr. 295

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Einrichtungsleitung Ulrike Roxlau, Marlies Grell
und Hauswirtschaftsleitung Petra Güldner.

Ganz besondere Geburtstagsgrüße konnte Einrichtungsleitung Ulrike Roxlau übermitteln.
Die älteste Mitarbeiterin im Senioren-Park carpe diem heißt Marlies Grell und feierte in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag. Für die Jubilarin hat das Motto „nutze den Tag…“ eine ganz besondere Bedeutung. Eines ihrer Geheimnisse für ihre Vitalität ist die Tatsache, dass sie sich nicht zur Ruhe gesetzt hat und ihre Aufgabe in der Hauswirtschaftsabteilung des Senioren-Parks weiterhin mit Freude ausführt.

„So viel Selbständigkeit wie möglich bei so viel Betreuung und Pflege wie nötig“, an dieser Maxime ist das neuartige Konzept im Senioren-Park „carpe diem“ ausgerichtet. Die Bewohner, Klienten und Gäste stehen im Mittelpunkt des Handelns. Aktivierung bedingt die Einbeziehung des Bewohner, Klienten und Angehörigen und setzt eine enge Zusammenarbeit aller an der Pflege und Betreuung Beteiligten voraus. Auf der Gewerbeschau stellt sich der Senioren-Park „carpe diem“ vor und präsentiert dort sein Konzept.

Fit und ausgeglichen durch den Alltag

Mitteilungsblatt 21.05.2015
Nutze den Tag mit der „carpe diem-Aktionskarte“

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Bad Driburg. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senioren-Parks „carpe diem“ in
Bad Driburg beginnt eine abwechslungsreiche Zeit. In diesen Tagen startet die zweite Auflage der „carpe diem-Aktionskarte“ und „nutze den Tag“ bekommt eine ganz neue Bedeutung. „Beschäftigte in der Pflege und allen dazugehörigen Abteilungen arbeiten unter größter physischer und psychischer Belastung. Ein Ausgleich ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden daher ganz besonders wichtig“, weiß Einrichtungsleiterin Ulrike Roxlau.
Um den Mitarbeitern des Senioren-Parks Impulse für einen Ausgleich zum Beruf zu geben, entwickelten die Mitglieder des Qualitätszirkels Betriebliches Gesundheitswesen, bestehend aus Petra Güldner (Hauswirtschaftsleitung), Gabriele Gabriel (Verwaltung) und Ulrike Roxlau, die Aktionskarte.

Der Aktionszeitraum startete mit dem Sommerfest Anfang Mai und endet mit einer Wanderung und einem kleinen Abschlussfest am 30. Oktober. „Die Mitarbeiter haben wieder die Möglichkeit, in den Bereichen Aktion, Entspannung und Ernährung die unterschiedlichsten Angebote zu nutzten. Ein solches Projekt kann eine Einrichtung mit rund 120 Mitarbeitern natürlich nicht alleine stemmen. Daher sind wir froh und dankbar, auch in diesem Jahr wieder die Kompetenzen und Ressourcen verschiedener Bad Driburger Unternehmen nutzen zu dürfen“, betont Ulrike Roxlau. In der Driburg Therme kann unter anderem die Dreamwater-Lounge zu besonderen Konditionen genutzt werden und die Salzgrotte lädt zu einem „Tag am Meer“ ein. Auf dem Programm stehen auch drei Wandertouren, ein Golf-Schnupperkurs beim Bad Driburger Golfclub und Bowling in der Gasstätte „Zum Posträuber“. Mit gemeinsamen Trainigseinheiten bereiten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des carpe diem Seniorenparks außerdem auf den AOK-Firmenlauf vor. Auch eine ausgewogene Ernährung ist besonders wichtig für eine gute gesundheitliche Konstitution. Deshalb wird Küchenchef Rüdiger Böger vom Restaurant „Vier Jahreszeiten“ unter dem Motto „Gesund und lecker“ wieder einen Kochkurs anbieten. Neben einem leckeren und vollwertigen Mehrkonrbrot bietet die Bäckerei Goeken backen eine Betriebsbesichtigung an. In der City-Apotheke können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Vortrag über die Homöopathische Hausapotheke besuchen.

„Die Teilnahme lohnt sich doppelt, denn zum Ende des Aktionszeitraumes wird unter allen Teilnehmern ein attraktiver Preis verlost“, sagt Ulrike Roxlau.

Betriebliches Gesundheitsmanagement gewinnt angesichts des Fachkräftemangels und der Anhebung des Renteneintrittsalters zunehmen an Bedeutung. „Dies ist aber nicht der einzige Aspekt, der uns zur Entwicklung der Aktionskarte bewogen hat.Wir können unseren engagierten Mitarbeitern damit auch etwas zurückgeben und hoffen, dass alle viel Spaß und Freude daran haben“, betont die Einrichtungsleiterin. (SR)

Am Arbeitsplatz qualifizieren

Westfahlenblatt 10.03.2015 Bad Driburg aktuell

Ewelina Prowol nutzt Fördermaßnahmen und wird examinierte Altenpflegerin

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Martin Krawinkel (von links) und Ulrike Roxlau freuen sich ebenso mit Umschülerin Ewelina Prowol, dass diese die Möglichkeit nutzt, sich an ihrem Arbeitsplatz zur examinierten Altenpflegerin weiter zu qualifizieren wie Thomas Reinhard.

Kreis Höxter (WB). Seit fünf Jahren arbeitet Ewelina Prowol als Helferin im Senioren-Park carpe diem in Bad Driburg, und seit fünf Monaten ist sie jetzt in einer dreijährigen Umschulung zur examinierten Altenpflegerin. Am Ende der Maßnahme ist sie qualifizierte Fachkraft.

Einrichtungsleiterin Ulrike Roxlau: „Mit dieser Berufsausbildung sichert sie nicht nur ihren Arbeitsplatz für die Zukunft ab, sondern verbessert zudem ihre Verdienstmöglichkeiten und trägt zur Fachkräftesicherung in unserem Hause bei“.

Die 26-jährige Umschülerin aus Bad Driburg blickt optimistisch in ihrer beruflichen Zukunft: „Ich bin zuversichtlich, dass ich die Ausbildung erfolgreich zum Abschluss bringe und freue mich, dass mein Arbeitgeber und die Agentur für Arbeit mit diese Chance bieten, mit der Umschulung zur Fachkraft aufzusteigen.“ Für ihren Arbeitsgeber war es nach der Beratung durch die Vermittlungsfachkräfte der Arbeitsagentur sofort klar, dass man ihr die Ausbildung ermöglicht.

„Mit gezielten Fördermaßnahmen, wie zum Beispiel diesem Programm zur Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU), wollen wir dem Fachkräfteengpass im Altenpflegebereich, aber auch in anderen Branchen entgegenwirken“, berichtet Thomas Reinhard vom gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und des Jobcenters Kreis Höxter. „Gefördert werden Personen, die von ihren Arbeitgebern für die Dauer einer Qualifizierung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freigestellt werden“, ergänzt der Arbeitsvermittler.

Kooperationspartner für die Ausbildung von Ewelina Prowol zur staatlich anerkannten Altenpflegerin für den theoretischen Teil der Maßnahme ist das „In Via Fachseminar für Altenpflege“ in Paderborn. Die Berufsausbildung wird im Rahmen des bestehenden Arbeitsverhältnisses und während der Arbeitszeit unter Fortzahlung des Arbeitsentgeltes durchgeführt.

„Dabei sieht die Ausbildung einen Wechsel von Theorie- und Praxisphasen vor. In den längeren fachpraktischen Einheiten steht die angehende Altenpflegerin dem Senioren-Park wie gewohnt zur Verfügung und erlernt mit Unterstützung der Praxisanleiter die notwendigen fachpraktischen Kenntnisse“, erläutert Ulrike Roxlau.

Martin Krawinkel, Qualifizierungsberater bei der Arbeitsagentur Höxter, ergänzt: „Durch die finanzielle Förderung der Agentur für Arbeit, die den Arbeitsausfall prozentual in Form eines Entgeltzuschusses ausgleicht und die Maßnahmekosten trägt, können die Zeiten, in denen Frau Prowol an der theoretischen Ausbildung teilnimmt, kompensiert werden.“ Das WeGebAU-Programm beschränke sich dabei nicht allein auf den Pflegebereich. Es decke alle Berufsfelder ab, von A wie Anlagemechaniker bis hin zu Z wie Zahnmedizinische Fachangestellte. Zudem müsse es nicht immer eine komplette Umschulung sein. Auch Teilqualifizierungen seien förderbar.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Interesse an dem Qualifizierungsprogramm haben, können sich beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur beraten lassen. Martin Krawinkel, der Experte für entsprechende Fördermaßnahmen in der Arbeitsagentur Höxter, ist unter der Telefonnummer 05271/9726-20 erreichbar.