An der Nordseeküste… unser Urlaub auf Norderney

Am Freitag, den 13. April 2018 in aller Frühe ging es endlich los. Unser Urlaub auf Norderney! Pünktlich, wie geplant, saßen alle Urlauber, samt Begleitpersonen in den Autos und die Fahrt konnte beginnen.

Wie erhofft, war die Bahn frei und wir kamen, ohne Zeitverzögerung, bis zum (einzigen) Rastplatz und nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter bis zur Fähre. Hier war schon eine Menge los und wir waren dankbar, dass wir unsere Tickets bereits hatten. Also Rollstühle auspacken, und drei der fünf Begleitpersonen konnten die Bewohner auf die Fähre bringen. Dann wurde es doch ein wenig spannend, denn, da wir die Fähre für die Autos auf der Hinfahrt nicht fest buchen konnten, hatten wir Sorge dass die Autos erst auf der nächsten Fähre Platz finden würden. Erleichterung, dass es dann doch noch geklappt hat. Leider war die Fähre sehr voll und wir konnten von unserem Platz aus das Wasser nicht sehen, was einige Reisegäste sehr bedauerten.

Endlich angekommen! Seeluft schlägt uns entgegen und die Laune, die von Beginn an schon sehr gut war, wurde noch besser. Wir alle sind nun schon sehr neugierig was uns erwartet. Also, Reisegäste und Rollstühle wieder ins Auto und wir erreichen in Minuten unsere Unterkunft, die „Caritas Inseloase“. Dort werden wir in den Wintergarten geführt und mit Kaffee und Kuchen empfangen, überhaupt ist der Empfang sehr freundlich und alles wirkt irgendwie ein bisschen familiär.

Nachdem die Formalitäten erledigt und die Zimmer verteilt sind, wollen alle an „die frische Seeluft“. Quer durch den Ort geschoben, erreichen wir den Strand und der Ausdruck einer Bewohnerin ist „Boah, hier wollte ich schon immer mal hin!“. Das sagt eigentlich alles. Die Wellen, die man nicht nur sehen sondern auch hören kann, die Meeresbriese die wir auf der Haut spüren und das Salz, dass man auf den Lippen schmeckt, verschlägt uns erst einmal die Sprache. Jeder genießt den Augenblick.

Ein kleiner Rundgang und schon geht es zurück ins Hotel wo uns das Abendessen erwartet. Das Buffet bietet jedem etwas und bald schweigt die Runde, denn Abenteuer machen hungrig und … müde. Später möchte niemand mehr raus, doch im Wintergarten, der uns für das Wochenende zur Verfügung steht, finden wir ein gemütliches Plätzchen an dem sich alle wohl fühlen und der Abend bei interessanten Gesprächen ausklingen kann.

Des Nachts schläft der ein oder andere nicht so gut, Rundgänge werden gemacht und eine Bewohnerin muss auch in der Nacht versorgt werden. Doch am nächsten Morgen sitzen alle wieder gut gelaunt am Frühstückstisch, der wiederum reichlich gedeckt ist. Tja, aber das Wetter lässt zu wünschen übrig. Wie schön, dass wir schon am Vormittag eine Musikveranstaltung im „Conversationshaus“ besuchen können, das zu Fuß für uns schnell zu erreichen ist. Dort erwartet uns ein beschwingtes Konzert der „Peter Weisheit Band“ und dank eines „Düsseldorfer Mädchens“ unter den Begleitpersonen, das zu feiern weiß, schwingt nicht nur die Band sondern bald der ganze Saal.

Pünktlich zum Ende ist es dann trocken und wir begeben uns auf die Suche nach einem kleinen Mittagsnack. „Fisch“ wird von den meisten gewünscht und in einer ruhigen Seitenstraße entscheiden wir uns draußen zu essen, leider fängt es dann wieder an zu regnen. Aber echte Nordseeurlauber lassen sich davon nicht erschüttern. Mit Regencapes ausgerüstet schieben wir quer durch die Stadt bis zur legendären „Milchbar“, die jedoch hoffnungslos überfüllt ist. Schade! Den Panoramablick auf das Meer hätten wir den Reisegästen gerne ermöglicht. Gleich gegenüber im Hotel Germania finden wir ein trockenes Plätzchen und werden mit einem Heißgetränk wieder in Stimmung gebracht.

Wie so oft am Meer, blitzt kurze Zeit später wieder die Sonne durch die Wolken, nebst nun „steifer Brise“, und wir führen unseren Spaziergang über die Promenade am Nordstrand fort. Da einige Bewohner nun doch leicht frösteln, entscheiden wir uns für „den besten Kuchen“ auf Norderney, ein Geheimtipp, den uns unsere Norderneykennerin verraten hat. So verführerische Namen wie „Creme brûlée“ oder „Friesentorte“ lassen ahnen, welchen Genuss wir in der kommenden Stunde in unserem Wintergarten hatten. Aber nicht nur die Torte trug dazu bei, sondern allgemein die Stimmung und die Atmosphäre in unserer Unterkunft. So saßen wir noch lange nach dem Abendbrot zusammen, mit einer Flasche Wein und anderen guten Getränken, diskutierten kreuz und quer über „Gott und die Welt“ (Gott tatsächlich wörtlich genommen).

Eine weitere Nacht und ein weiteres gutes Frühstück und schon stand die Abreise bevor. Da es leider am letzten Tag kräftig regnete, gab es zum Abschluss noch eine kleine Rundfahrt über die Insel und ein gemeinsames Mittagessen in der „alten Meierei“. Wie harmonisch das Zusammenwirken von Bewohner und Begleitern war, konnte man nach dem Essen beobachten. Ganz überraschend, war die Zeit für den Aufbruch gekommen. Nun ging alles Hand in Hand. Essen wurde bezahlt, das „Örtchen“ noch schnell von allen aufgesucht, Rollstühle eingepackt (gottlob zum letzen Mal), die Bewohner in die Autos begleitet und ab zur Fähre. Dank der netten Ansprache einer Kollegin an die Verlader an der Fähre, bekamen wir einen Platz auf Deck, von dem auf wir auf das Meer sehen konnten.

Die Rückreise war natürlich, wie immer auf Reisen, viel zu lang und daher waren alle froh am frühen Abend den „Heimathafen“ wieder anzulaufen und die Nacht in heimischen Gefilden zu verbringen. Trotzdem ist die einhellige Meinung: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!